DSDS-Motto-Show: Die größten Pop-Hymnen aller Zeiten – Die letzten 9 von Deutschland sucht den Superstar 2010
Marco Schreyl ergeht sich zu Beginn der Sendung in den üblichen albernen Superlativen und mir mit seiner marktschreierischen Stimme tierisch auf den Sack. Die Jury kommt rein und die Möchtegern-Superstars trällern gemeinsam The Final Countdown von Europe.
Thomas Karaoglan singt I’ve Been Lookin For Freedom von David Hasselhoff. Der Checker kommt im Kettcar auf die Bühne gefahren und hampelt anschließend im weißen Anzug rum. Sorry, aber I’ve Been Looking For Freedom von David Haselnuss ist keine Hymne, auch wenn zum Erscheinen des Songs zufällig die Mauer fiel, sondern ein deutscher Schlager mit englischem Text. Ein armseliger Auftritt zum Start der neuen Motto-Show.
Dieter meint, der Checker macht mehr Wind als ein Handtrockner auf dem Herrenklo und arbeitet härter als die härteste Hafendirne. Beides ist übrigens als Kompliment gemeint, Daumen hoch von Dieter. Nina Eichinger musste bei dem Song tatsächlich mitwippen. Volker Neumüller ist ebenfalls echt begeistert.
Kim Debkowski singt Fame von Irene Cara. Schwarzer Zylinder und kurzes, glitzerndes Goldröckchen – sehr hübsch anzugucken. Stimmlich trotz einiger schiefer Töne insgesamt auch ganz in Ordnung. Und als eins von zwei verbliebenen Mädels mit dieser Performance sicher weiter.
Volker Neumüller findet Kims Stimme auch voll gut. Nina Eichinger ist komplett überzeugt. Nur dem Dieter sind ganz viele falsche Töne aufgefallen und vergleicht Kims Stimme mit der der besoffenen Bischöfin Käsmann. Da schau her, wen der Dieter alles im Vollrausch kennt.
Mehrzad Marashi singt One von U2. Drückt aber im Intro erst mal wieder auf die Tränendrüse, ist ja mittlerweile ein Running Gag, erzählt davon, wie er einmal ganz doll überfallen wurde und präsentiert aus diesem Anlass eine sehr telegene Narbe am Arm. Hoffentlich hat er noch 7 weitere dieser Geschichten im Ärmel, falls er es bis ins Finale schafft. Mehrzads Interpretation des tollen U2-Song One war mir viel zu weichgespült und undynamisch.
Dem Dieter wars nur nicht dramatisch genug, fands insgesamt aber okay. Nina Eichinger hat gerne zugehört und zugeguckt. Vermutlich hat sie sich Mehrzad wieder nackt vorgestellt. Volker Neumüller hat bei Mehrzads Performance Gefühl entdeckt. Das macht er ja gerne, der Volker.
Manuel Hoffmann singt Wind Of Change von den Scorpions. Die erste richtige Hymne heute Abend. Halbwegs sauber gesungen, aber keinerlei Spurenelemente von Gefühl oder professioneller Performance.
Volker Neumüller steht auf Manuels Stimme, vermisst aber den Aha-Effekt. Nina Eichinger fands okay. Dieter meint, es wär Manuels bislang bester Auftritt gewesen. Allen drei Jury-Mitgliedern hat Manuels resolute Oma aus dem Intro aber noch besser gefallen als ihr Enkelsohn.
Ines Redjeb singt What A Feeling von Irene Cara. Der Song passt so gut zu ihr, weil sie auch soviel arbeitet wie Irene Cara, sagt Ines im Intro. Wo arbeitet Irene Cara denn? Ich dachte, das wäre eine berühmte Sängerin? Passenderweise kommt Ines Redjeb im Blaumann auf die Bühne. Vermutlich arbeitet Irene Cara also nebenbei aufm Bau. Beim Abstreifen der Arbeitsjacke gehen Ines allerdings ein paar Töne flöten. – Autsch, und danach auch noch! Ich würde so eine hübsche Frau ja nicht rauswählen, aber ich vermute, das war heute Ines Radjebs letzter Auftritt bei DSDS.
Ach nee: Dieter kennt auch Irene Cara voll besoffen, hatte mal was mit ihr in einem Hotelzimmer in Los Angeles. Nach mehreren Flaschen Champagner hätte die Cara noch besser gesungen als Ines Redjeb nüchtern. Nina fand die Bühnendekoration ganz toll. Und Volker Neumüller hat sich gefreut, dass Ines die Latzhose ausgezogen hat.
Marcel Pluschke singt Live Is Life von Opus. Mit so einer Mitgröhlnummer ohne viel Text und einem Refrain Nanananana kann man eigentlich nicht viel reißen, sollte man meinen. Stimmt, vor allen Dingen, wenn man wie Plüschi das bisschen Text dann auch noch vergisst. Schwach.
Volker Neumüller isst gerne Kaninchen, kann sie aber nicht selbst schlachten. Hübsches Bild. Nina Eichinger schiebt die schwache Leistung aufs Verliebtsein. Dieter meint auch, dass Marcel Pluschke das Blut vom Gehirn wohl woandershin geflossen sei. Marco Schreyl arrangiert ein Treffen zwischen dem ungeküssten Fast-Superstar und Saskia, seinem weiblichen Dauer-Fan.
Nelson Sangaré singt What A Wonderful World von Louis Armstrong. Gute Stimme, ganz hübsche Interpretation eines Klassikers, angemessen dezente Performance. Bislang mein Favorit heute Abend.
Volker Neumüller ist verwundert: Hatte Nelson keinen Bock? Gefällt ihm die Nummer nicht? Nina meint auch, der Song würde nicht zu Nelson passen. Und Dieter erklärt, warum: Zu altmodisch, zu jazzig, zu sehr Las Vegas. Kurzum: Hühnerkacke.
Menowin Fröhlich singt We Are The World von USA For Africa. Diese Woche ist Menowin Fröhlich schon dreifacher Vater und steht dazu und Kinder sind das Schönste auf der Welt. Klar, gibt ja auch dreimal Kindergeld. Gute Stimme, gute Performance. Besser als Nelson Sangaré. Mein Favorit heute Abend. “Ich danke euch, ich liebe euch, ihr seid die Besten!” – So spricht man zu seiner Zielgruppe. Menowin Fröhlich hat das Zeug zum Superstar – als einer der ganz wenigen diese Staffel.
Dieter freut sich, dass Menowin Fröhlich dabei ist, damit die Leute mal gute Musik hören. Nina Eichinger schließt sich an. Volker Neumüller sieht das auch so.
Helmut Orosz singt It’s My Life von Bon Jovi. Endlich mal was Rockiges heute Abend! Nicht wirklich brilliant gesungen oder performt aber im Vergleich zum Rest überdurchschnittlich gut.
Dieter meint, Helmut Orosz wäre wieder zurück im Rennen, müsste nur aufpassen, dass er nicht zu sehr schreit – und das Gefühl bitteschön nicht vergessen. Nina Eichinger hat auch gerne zugehört und zugeschaut. Volker Neumüller fand, dass das genau der Stil wäre, der zu Helmut Orosz passt. Komisch, letzte Woche haben sie ihm doch alle drei noch vorgeworfen, dass er sich auf diese Mitgröhl-Rocksongs spezialisiert hätte. Nun ja.
Meine 3 Top-Favoriten heute Abend:
1. Menowin Fröhlich
2. Nelson Sangaré
3. Helmut Orosz
Rausfliegen wird vermutlich Ines Redjeb. Da bin ich mit der Jury mal einer Meinung. Marcel Pluschke war zwar noch schlechter, aber er genießt beim Publikum vermutlich Welpenschutz. Schaun mer mal.
Nachtrag – die Entscheidung:
Hats also doch den Schlechtesten erwischt: Marcel Plüschi Pluschke ist raus. Naja, macht er halt doch Karriere als Gabelstaplerfahrer und wird vielleicht irgendwann mal Wettkönig bei Wetten dass…
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